Feinstaub und die gesundheitlichen Auswirkungen

Tobias
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Feinstaub und die gesundheitlichen Auswirkungen

Beitragvon Tobias » Donnerstag 17. November 2016, 20:09

Was ist Feinstaub? Wie entsteht es? Und welche Auswirkungen hat es?

Feinstaub sind sehr kleine Partikel, die sich in der Luft befinden. Alle Partikel, die maximal einen Durchmesser von 10 Mikrometer haben, zählen als Feinstaub. Der Verkehr ist für rund einem Drittel des Feinstaubs verantwortlich. Aber nicht nur durch den Betrieb des Motor und dessen Abgase entsteht Feinstaub, sondern auch durch Abrieb beim Bremsen.
Bei Autos entsteht 44% des Feinstaubes durch den Reifen- und Bremsabrieb, erstaunlicherweise nur 56% durch die Abgase.
Je kleiner die Teilchen sind, desto gefährlicher sind sie auch. Die kleinsten Teilchen dringen bis in den Blutkreislauf hinein. Dadurch kann es zu gesundheitliche Erkrankungen wie Schlaganfälle, Herzleiden, Atemwegserkrankungen(Asthma…) kommen.
In Deutschland starben rund 34.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub. Auf die Region Stuttgart gerechnet sind es 1.148 Menschen. Im Vergleich sterben pro Jahr durchschnittlich 78 Menschen durch Verkehrsunfälle in der Region Stuttgart.
Rein statistisch ist die durchschnittliche Lebenserwartung in der Stadt um 6 Monate geringer als auf dem Land, was auf Feinstaub zurückzuführen ist.
Die Belastung von Feinstaub im ländlichen Raum ist fast halb so groß wie in der Stadt und in städtischer Umgebung. Denn durch den Wind erreichen die hohen Belastungen auch die Vororte.
Auf der folgenden Karte sieht man die Feinstaub Belastung in Berlin. Die hohen Belastungen bleiben bis zu 30 km vom Stadtzentrum entfernt bestehen.
Karte: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/u ... kehr.shtml

Feinstaub Alarm in Stuttgart

Zur Jahresmitte 2016 wurde in Stuttgart der Feinstaubalarm schon 4-mal ausgelöst an insgesamt 27 Tagen.
Wenn die Wetterlage ungünstig ist und die Luft schlecht zirkuliert, staut sich der Feinstaub in Stuttgart auf. Sagt der Wetter Dienst an zwei aufeinanderfolgenden Tagen diese schlechte Wetterlage voraus, löst er Feinstaubalarm aus. Die eigentliche Anzahl an Tagen an dem der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Liter überschritten wird, ist damit deutlich höher und liegt bei 38 Tagen und das nur in einem Zeitraum von 6 Monaten.
Und trotz Feinstaubalarm sind die Straßen voll!


Und was kann man nun gegen Feinstaub machen?
Helfen Elektroautos wirklich den Feinstaub deutlich zu minimieren?
Helfen Katalysatoren?
Wenn wir den Feinstaub reduzieren können, gibt es dann mögliche Rebound-Effekte?

Die Diskussion ist eröffnet.

Quellen: Umweltbundesamt, Handelsblatt, Stuttgarter Zeitung, WDR, Das Erste

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